Medizinische Klinik für Gastroenterologie, Infektiologie und Rheumatologie (einschl. Arbeitsbereich Ernährungsmedizin) CBF
Institut für Klinische Physiologie / AB Ernährungsmedizin
 

   

Seit August 2013:
Prof. Dr. rer. nat.

Salah Amasheh
Institut für Veterinär-Physiologie
Freie Universität Berlin
Oertzenweg 19b, Hs. 11
14163 Berlin
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 salah.amasheh@fu-berlin.de 
 (030) 838-62602
 (030) 838-62610
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Forschungsthemen

Publikationen

 

Drittmittel DFG

 2005 - 2007 Fromm, Amasheh DFG-Sachbeihilfe (FR 652/4-3) "Regulation und funktionelle Bedeutung von Tight junction- und Kanalproteinen im Colonepithel"
 2006 - 2009 Amasheh,
Fromm

Teilprojekt 1 "Charakterisierung von Tight Junction-Proteinen als Barriere- oder Kanalbildner", in:
DFG-Forschergruppe 721 (FOR 721/1) "Molekulare Struktur und Funktion der Tight Junction"

 2009 - 2012 Aust, Amasheh,
Fromm

DFG-Sachbeihilfe (AU 132/7-1 und AM 141/4-1) "Die Bedeutung von CD97 bei experimenteller Colitis und Colitis ulcerosa: Funktionelle Charakterisierung des Moleküls in intestinalen Epithelzellen"

 2010 - 2012 Fromm, Amasheh

Teilprojekt 1 "Charakterisierung von Tight Junction-Proteinen als Barriere- oder Kanalbildner", in:
DFG-Forschergruppe 721 (FOR 721/2) "Molekulare Struktur und Funktion der Tight Junction"

 2011 - 2012 Amasheh DFG-Förderung (AM 141/5-1), Beihilfe zur Initiierung und Intensivierung bilateraler Kooperationen. Gemeinsames Projekt mit Forschungsaufenthalten in Berlin (Alexander Markov) und in St. Petersburg (Salah Amasheh)

Wiss. Werdegang  /  CV

1990 - 1996 Biologiestudium, Justus-Liebig-Universität Gießen
1995 - 1996 Diplomarbeit am Institut für Tierphysiologie, Justus-Liebig-Universität Gießen: "Untersuchung endogener und exprimierter Transportsysteme in Oocyten des Afrikanischen Krallenfrosches Xenopus laevis"
06.1996 - 08.1998 Promotionsstipendiat, H. Wilhelm Schaumann-Stiftung
1998 Promotion, Betreuer Prof. Dr. Wolfgang Clauss, Institut für Tierphysiologie, Justus-Liebig-Universität Gießen.
"Untersuchung des endogenen Cl--Kanals CaIC sowie der exprimierten H+/Peptidtransportsysteme PepT1 und PepT2 in Oocyten des Afrikanischen Krallenfrosches Xenopus laevis"
10.1998 - 10.2002  Wiss. Mitarbeiter DFG, Institut für Klinische Physiologie, AG Fromm
2001 Forschungspreis des Fachbereichs Humanmedizin der FU Berlin, 1. Preis, Nicht-Klinische Institutionen: 
"Claudin-2 determines cation permeability of epithelial tight junctions"
seit 11.2002 Wiss. Assistent, Institut für Klinische Physiologie
seit 2004 Lehrkoordinator des Instituts für Klinische Physiologie
2007 "Persönliche Forschungsförderung 2007", 75 T€ für 2 Jahre
(Gutachterauswahl, 10 Förderungen Charité-weit)
21.04.08  Habilitation für "Experimentelle Biomedizin"
seit 2012 Mitglied der ständigen Promotionskommission der Charité
01.08.13 Ernennung zum Professor auf Lebenzeit, Institut für Veterinär-Physiologie, FU Berlin
 

Weitere Forschungsthemen

In früherer Forschung wurden die klonierten H+/Peptidtransporter des Säugers, PepT1 und PepT2, und der Ca2+-inaktivierte Cl--Kanal CaIC unter Anwendung der Voltage-Clamp-Technik an Oocyten des Afrikanischen Krallenfrosches Xenopus laevis untersucht:

Die Peptid-Transportersysteme PepT1 und PepT2

@ Prof. Hannelore Daniel, Institut für Ernährungsphysiologie, TU München, Weihenstephan

PepT1 und PepT2 wurden nach Expression in Xenopus laevis Oocyten funktionell charakterisiert. Stellvertretend für eine große Anzahl möglicher Substratmoleküle wurde der Transport unterschiedlich geladener Dipeptide analysiert. Es zeigten sich charakteristische Unterschiede der Substrataffinitäten, pH- und Potentialabhängigkeiten.

Basierend auf den Erkenntnissen der vergleichenden, elektrophysiologischen Untersuchung von PepT1 und PepT2 wurde der Zusammenhang von Struktur und Funktion mit Hilfe einer Reihe von aus PepT1 und PepT2-Sequenzen gebildeten, chimären Proteinen untersucht. In dieser Reihe von Experimenten konnten die ersten 90 Aminosäuren des N-terminalen Bereichs als affinitätsbestimmend nachgewiesen werden. Darüber hinaus konnte eine Entkopplung von Transporteigenschaften erzielt werden.

Für beide Transportsysteme wurde der Nachweis des elektrogenen Transports von delta-Aminolävulinsäure erbracht. Die Substanz ist eine molekulare Vorstufe der Porphyrin-Biosynthese und wird in der photodynamischen Therapie von Tumoren eingesetzt. Dieses Molekül besitzt keine Peptidbindung. Es folgte eine Untersuchung der minimalen strukturellen Erfordernisse von Substratmolekülen. Experimente mit Fettsäuremolekülen demonstrierten, dass Aminofettsäuren, deren polare Gruppen eine Distanz von zwischen 500 und 630 pm aufweisen, den Minimalanforderungen für die Erkennung als Substratmolekül genügen

Der Ca2+-inaktivierte Cl--Kanal CalC

@ Prof. Dr. Wolf-Michael Weber, jetzige Adresse: Institut für Zoophysiologie, Abt. Elektrophysiologie & Molekularbiologie, Universität Münster 

Voraussetzung für die Nutzung der Xenopus laevis-Oocyte als Expressionssystem ist die Kenntnis bereits endogen in der Membran enthaltener Transportsysteme. Der endogen in der Oocytenmembran vorhandene Ca2+-inaktivierte Cl--Kanal CaIC besitzt eine ganze Reihe von Eigenschaften welche ihn zu einem wichtigen physiologischen Untersuchungsobjekt machen. In den aufgeführten Veröffentlichungen wurde darüber hinaus eine Reihe von Inhibitoren beschrieben, welche bei der Nutzung der Oocyte als Expressionssystem von großem Wert sein können. Des weiteren wurden die pH-Abhängigkeit sowie endogene Signaltransduktionswege untersucht.